Die Teufelsnase

Nach dem Motto “besser spät als nie” muss ich nun also noch einmal etwas zu Ecuador nachschieben – jetzt wo wir schon einige Tage in Peru sind *smiley winking*

Geschichtlich gesehen ist es eine Meisterleistung der Ingenieurskunst: Die Trans-Anden-Eisenbahn reichte von Guayaquil (an der Küste Ecuadors) bis nach Quito (mitten in den Anden). Auf dem Weg zwischen den beiden Städten liegen eine Vielzahl der höchsten Berggipfel außerhalb des Himalaya, die umgangen oder überquert werden mussten.

Naja, so viel zur Geschichte – denn mittlerweile ist von dem einstigen Stolz Ecuadors nicht mehr viel übrig geblieben: Verschiedene “El Nino” Jahre haben der Trasse sehr zugesetzt – und im Zeitalter der Straßen sah keiner mehr die Notwendigkeit Instansetzungsmaßnahmen vorzunehmen. Es verbleibt einzig die touristische Nutzung eines Teilstückes zwischen Riobamba und Sibambe.

Laut Reiseführer sollte dieses Stück allerdings ein Highlight sein, schließlich fährt man über die Teufelsnase…und dem Zeitgenossen wollen wir ja alle mal hin und wieder auf der Nase herumtanzen (6)

Riobamba und kein Zug

Auf nach Riobamba zum Startpunkt der Route – auch wenn es vorher schon Gerüchte gab, dass der richtige Zug aktuell nicht fährt. Die Gerüchte reichten von “Strecke zu schlecht für schweren Zug” bis “Touristen auf dem Dach umgekommen”. Wie? Also genauer sollen zwei Japaner zum Fotografieren – für was sonst bei Japanern – aufgestanden und von einer Stromleitung erwischt worden sein…

Wie auch immer: Kein Zug! – Der richtige Zug fährt (warum auch immer) nicht und der Ersatzverkehr (Details was das sein könnte unten) ist ausgebucht *smiley crying*

Dank Iris Charme – der wohl auch bei Frauen wirkte – konnten wir aber Tickets für den Ersatzverkehr ab Alausi bis Sibambe bekommen. Also wenigstens ein bisschen Eisenbahn über die Teufelsnase *smiley smiling*

Alausi und die Vergangenheit

Auf der Fahrt nach Alausi konnten wir wenigstens noch einen kurzen Blick auf den mit 6310m höchsten Berg Ecuadors erhaschen. Der Chimborazo versteckte sich zwar fast die ganze Zeit hinter Wolken, Häusern und anderem…aber irgendwann konnte man ihn doch sehen *smiley smiling*

Alausi selbst hat nicht viel zu bieten, auch wenn es wohl einst dank einer Station an der Trans-Anden-Eisenbahn ein wohlhabendes Städtchen war. Heute ist es abends praktisch ausgestorben und lebt tagsüber für den Touristen-Dollar wieder kurzfristig auf.

Zugfahrt und Enttäuschungen

Am nächsten Tag sollte es soweit sein *smiley smiling*

Trotz Reservierung sind wir vor dem Frühstück mal lieber zum Ticketschalter gegangen. Nach ziehen einer Nummer, obligatorischer Wartezeit (die wir mit Kaffeetrinken verbracht haben) und etwas Unmut von Leuten die nicht reserviert hatten, konnten wir aber auch die verdammt teuren Tickets abholen.

Und was ist das? *smiley surprised* *smiley surprised* Ja, nein, ehrlich…das waren die Ersatzfahrzeuge!

Und dann gings wirklich los…ich würde sagen, da kann man die Bilder für sich selber sprechen lassen:

Genauso schnell war dann aber auch schon das Ende der Strecke in Sibambe (wo es wirklich nichts gibt) erreicht und es ging zurück nach Alausi.

Fazit: Unser Highlight wird die Fahrt nicht – ehrlich gesagt können wir den Hype darum nicht verstehen und hätten uns die Zeit und das Geld sparen sollen *smiley sad*

Was wir dennoch von diesem Ausflug mitnehmen sind 3 Erkenntnisse in Bildern:

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