5000 m! (Cotopaxi)

Bis zum Gletscher des Cotopaxi (5897m) auf der Nordseite haben wir es geschafft. Ja, Gletscher auf der Nordseite, das ist der höhergelegene Gletscher (5000 m), wir sind schliesslich auf der Südhalbkugel! Für den Summit hätten wir Steigeisen und Pickel gebraucht… wir haben es uns aber verkniffen, schliesslich waren wir erst den 2. Tag wieder auf 3000m Höhe (vorher in Galapagos auf Meereshöhe) und auf 5000m ist die Luft dann doch etwas dünn und es war furchtbar stürmisch.

Aber der Reihe nach:
Nachdem uns der Bus Richtung Latacunga tatsächlich an der richtigen Abzweigung rausgelassen und Thorsten noch zwei Park Ranger aufgegabelt hatte, die sich für den Gegenwert eines Feierabendbierchens bereit erklärt hatten, für uns noch die letzten 2 km auf schlechter Strasse Taxi zu spielen, haben wir eine sehr gemütliche Unterkunft in der Cotopaxi-Region bezogen und gleich neue Freunde gefunden.

Am ersten Tag haben wir die Gegend mit dem Mountainbike unsicher gemacht. Strassen nicht geteert mit Hammer Löchern und Geröll – Berg auf und ab, der ein oder andere Weg, der im Nichts endet…

Die Muskeln haben gebrannt, die Pumpe hat getan, was sie konnte (auch auf 3200m ist die Luft schon etwas dünner, wenn man es nicht mehr gewohnt ist)… Aber die Landschaft ist wunderschön, die Einblicke in die Dörfer durchaus interessant (man grüßt sich übrigens und ernted iritierte Blicke, wenn man – weil man so spät aufgestanden ist, dass man denkt, es wäre noch Vormittag – Buenos dias sagt statt Buenas tardes…*smiley winking*, es hat sich wirklich gelohnt.

Bis Thorsten etwas stark in die Pedalen getreten ist, dem aufmerksamen Beobachter wird was auffallen bei folgendem Bild…

Richtig, die Kette ist gerissen und liegt im Dreck… Der Rückweg war anstrengend, schieben und anschieben stand auf dem Programm…

Am zweiten Tag haben wir uns zum/auf den Cotopaxi gewagt… zuerst auf ca. 3800m Höhe einen kleinen See umrundet mit schönen Blick.

Der Aufstieg von 4600m zur Hütte auf 4800m war ganz schön heftig, man ist quasi eine Sanddüne hochgelaufen (@Pete, wie damals in Marokko, nur ein paar tausend Meter höher!)… Dank Lavasand einen Schritt vor, einen halben zurück…

… wir waren dann doch ganz froh, als wir endlich an der Hütte angekommen sind…

Danach noch die letzten 200 Höhenmeter bis zum Gletscher, super Ausblicke (Vulkan Ruminahui 4712m hoch mit der Laguna de Limpiopungo, um die wir gelaufen sind)…

und dann waren wir auf 5000m

Fazit Nr. 1: es war kalt, steil und ganz schön anstrengend, aber es hat sich gelohnt!
Fazit Nr. 2: man sollte auf so ner Berghütte keinen Tee trinken und auch keine Suppe essen, denn sonst muss man einen Tag in einer Unterkunft mit eigenem Badezimmer verlängern…

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